Cusco, oft auch Cuzco geschrieben, bedeutet Inder Quechua Sprache Nabel der Welt. Der erste Inkakönig gründete hier die spätere Hauptstadt des Inkareiches. Unter dem neunten Herrscher Pachacutec erhielt die Stadt ihre Pumaform und viele bedeutende Bauten. Die Spanier setzten dem ein jähes Ende.

In der alten Inkahauptstadt quartieren wir uns im Niño in der Calle Fiero www.ninoshotel.com ein. Die Gewinne dieses Hotels gehen an eine Stiftung, die vernachlässigte peruanische Kinder betreut. Die Kleinen kommen nach der Schule ins Hotel, bekommen etwas zu Essen und machen dort unter Anleitung ihre Hausaufgaben. Dafür zahlt man als Gast gern ein wenig mehr. Ist auch sicherlich sinnvoller als bettelnde Kinder mit Kugelschreibern und Bonbons zu versorgen. Das Frühstück und Essen im hauseigenen Restaurant ist ebenfalls top.

Unweit des Hotels liegt der Mercad San Pedro, hier tobt das peruanische Geschäftsleben und wenn es gerade nicht so tobt halten die Standlfrauen ein Nickerchen zwischen Ihren Brot- Fleisch- Wurstbergen. Im Gegensatz zu den bolivianischen Marktfrauen lassen sich auch alle gerne fotografieren. Wer hier an einem der vielen Essstände das lechona, Spanferkel,probieren möchte,  sollte früh aufstehen, denn meistens ist es schon gegen elf Uhr morgens ausverkauft. Wir haben es leider nie geschafft. Ein Grund mehr wieder zu kommen.

Auf keinen Fall sollte man sich einen Besuch der Kathedrale entgehen lassen. Sie ist innen unglaublich reich ausgestattet, hat ein wunderbares Chorgestühl und ist auch ein gutes Beispiel wie hier das Christentum in die heimischen Gebräuche integriert wurde. So gibt es unter anderem ein Gemälde vom letzten Abendmahl, bei dem Jesus und die Jünger gerade ein Meerschweinchen verspeisen.

Nordöstlich der Plaza de Armas liegt das Viertel La Blas. Steile Treppen führen hinauf zur kleinen Kirche, gesäumt von unzähligen Restaurants, Boutiquen und Kunstläden. Die Kirche San Blas wirkt von außen recht schäbig, ist innen aber ein absolutes Schmuckstück. Die Kanzel ist angeblich aus einer einzigen Wurzel geschnitzt.

Einkaufen ist hier selbst für shopping Muffel wie mich ein Vergnügen, denn es gibt nicht nur den üblichen Touristenramsch, sondern auch wunderschöne Pullover, Schals und Jacken aus Babyalpaka (keine Angst, dafür muss kein kleines Alpaka sterben, so heißt nur eine bestimmte Qualität). Ich bin auf jeden Fall für die kommenden Winter eingedeckt.

Südöstlich der Plaza de Armas liegt die ehemalige Inkastätte Qorikancha, auf deren Überresten das Santo Domingo Kloster errichtet wurde. Vom alten Palast, der einst über und über mit Goldplatten verkleidet war, stehen nur noch die Grundmauern, aber es ist unglaublich mit welcher Präzision die riesigen Steinquader behauen wurden und so nahtlos aufeinander passen. Es tut in der Seele weh, wenn man sieht was hier alles an unglaublichen Schätzen durch die Eroberer zerstört wurde, alles nur wegen der Gier nach Gold.

Nördlich der Plaza führt ein Weg hinauf nach Sacsayhuamán, der alten Inkafestung, von der nur noch ca. 20 % der ursprünglichen Ausmaße erhalten sind. Hier fanden die härtesten Kämpfe der Eroberungskrieg statt. Als am Ende tausende Tote in der Festung lagen fanden sich riesige Schwärme aasfressender Kondore ein. Daran erinnern die acht Greifvögeln in Cuscos Wappen.