Um fünf Uhr morgens holt uns unser guide Moses von der "Bonanza Crew" ab zu unserer Tour in den Manu Nationalpark. Mit von der Partie ist ein junges Paar aus Frankreich, sowie ein Koch und ein Fahrer.Erste Station sind die aus der Prä-Inka Zeit stammenden Gräber von Ninamarca und weiter ins Dorf Paucartambo, das ein wunderschönes Museum über das Leben im Dschungel, über die Bräuche und Sitten der Bewohner besitzt. Auf dem Weg zum Nationalpark halten wir immer wieder an um Papageien, Eulen, Falken, Adler zu beobachten. Überall sind Kapuzineraffen, Schmetterlinge, riesige Farne, Blumen, Wasserfälle. Die Luft wird wärmer und feuchter. Wir übernachten in der Rainforest Lodge und genießen eine fangfrische Forelle.

Am nächsten Tag geht es mit dem Auto bis Atalaya, wo wir ins Boot umsteigen. Zunächst ist das Ufer noch von Bergen gesäumt, dann wird es immer flacher. Ein Ameisenbär überquert den Fluss, wir passieren heiße Quellen .Nach einem 20 minütigen Fußmarsch zur Bonanza Lodge sind wir komplett durchgeschwitzt, von dort geht es eine Stunde weiter durch den Urwald zu unserem Übernachtungsplatz, einem Baumhaus. Eigentlich ist es ein  Brett mit einem Dach drüber. Während wir unser mitgebrachtes Abendessen verzehren werden wir von riesigen Glühwürmchen umschwirrt, der Dschungel ist erfüllt von unzähligen Geräuschen und mitten in der Nacht schlecken unter unserer Hütte zwei Tapire den mineralreichen Schlamm. Eine mystische Stimmung umgibt uns. Ein grandioses Erlebnis.

Auch am dritten Tag streifen  wir mehrmals durch den Dschungel , sehen den belly palm tree, der in der Mitte des Stammes einen dicken Bauch hat, den walking palm tree, der tatsächlich bis zu 80 cm weit wandern kann, was allerdings ein paar Jahre dauert. Außerdem jede Menge Spinnen, Frösche Grashüpfer, Termitenbauten und eine Schlange. Zwischendurch gibt es eine Schwallbrause von oben und wir sitzen pitschnass bei einem köstlichen Mittagessen.

Um vier Uhr heißt es aufstehen und sich auf den Rückweg machen. Wir halten an einer Sandbucht um parakeets zu beobachten, die hier regelmäßig ihre Mineralstoffvorräte auffüllen, aber leider lässt sich keiner blicken.

Zurück in Cusco bleiben wir wieder im Hotel Niña, wo wir auch Abendessen, supergut, wie fast überall in Peru.

Alles einfach traumhaft.