Von Vang Vieng bis Vientiane sind es knapp 180 km. Wir passieren den künstlichen See Ang Nam Ngum und kommen durch zwei Dörfer, die ausschließlich aus Fischmarkt bestehen zu scheinen. Wir übernachten in Phônghông in einem ziemlich schäbigen Loch, aber wir bekommen Rabatt! Auf der Veranda sitzt ein Motorradfahrer, dem wir schon in Nong Khiao und Luang Prabang begegnet sind und die Wirtin ist seine Cousine. So scheußlich das Zimmer ist, so köstlich ist das "duck bake" klein gehackte, knusprig ausgebackene Ente. Am nächsten Morgen erleben wir dann noch einen sehr authentischen Almosengang. Auch unsere landlady und ihre Mutter haben schon einiges vorbereitet um die Mönche zu versorgen.

Auf der schnurgeraden, staubigen Strecke nach Vientiane stehen links und rechts einige hübsche Klöster und auch die Häuser entlang der Straße werden immer größer und luxuriöser. Wir nähern uns der Hauptstadt.

Hauptattraktion ist das Pha That Luang, das wichtigste nationale Gebäude. Es ist Wahrzeichen der Unabhängigkeit und des Buddhismus. Am meisten beeindruckt hat uns allerdings das Cope Center. Hier werden die Minen- und Kriegsopfer versorgt, sie bekommen Prothesen angepasst und es gibt Werkstätten in denen sie arbeiten können. Das Land ist nach wie vor übersät mit nicht explodierten Streubomben und weiterhin sterben jedes Jahr hunderte von Menschen an dieser Hinterlassenschaft des Vietnamkrieges oder werden verstümmelt. Zu dieser Problematik gibt es im Cope Center eine sehr sehenswerte Ausstellung. Obwohl Laos nie offiziell Teil des Vietnamkrieges war ist es das Land, das in der gesamten Kriegsgeschichte am meisten bombardiert wurde. Daran leidet es noch heute. Weite Landstriche sind auf Grund der Blindgänger landwirtschaftlich nicht nutzbar und unbewohnbar.

Nach gut 1000 km verlassen wir dieses lange geschundene und trotzdem so freundliche  Land