In Sydney empfängt uns mein Cousin Marian und fährt uns Richtung Warner's Bay, ca. zwei Stunden nördlich von Sydney gelegen. Auf halber Strecke übergibt er uns an seine Mama, bei der wir die nächsten drei Tage verbringen werden. Mein zu diesem Zeitpunkt 81 jähriges Tantchen fährt einen heißen Reifen, bringt uns aber heil in ihr hüsches Heim, wo sie schon Wiener Schnitzel und Kartoffelsalat und eine Geburtstagstorte vorbereitet hat. So wird es die nächsten Tage weiter gehen. Sollten wir in den vergangenen Wochen ein paar Pfunde verloren haben, werden die Fettdepots jetzt wieder gefüllt.

Wir besichtigen die Black Duck Reserve, eine Art Tierpark mit den einheimischen Tierarten, vor allem die putzigen Koalas haben es uns angetan. In der "Entrance" werden jeden Nachmittag die Pelikane gefüttert. Schon eine Stunde vorher trudeln die ersten ein, kurz vor dem Fütterungstermin tummeln sich schließlich 150 bis 200 Pelikane und dann beginnt das große Hauen und Stechen, die Schlacht ums Fischbuffet.

Bewundernswert sind auch die Wellenreiter, wie sie geschickt ihr Board entlang des Wellenkamms gleiten lassen. Zum Schwimmen sind die Strände eher weniger, die Strömung ist doch sehr stark und die Wellen sind riesig.

Die letzten drei Tage verbringen wir dann noch alleine in Sydney. Unser Quartier, die Glenferrie Lodge www.glenferrielodge.com, liegt im Stadtteil Kirribilli, einer ruhigen Wohngegend, direkt gegenüber der Oper. Vom Strand aus hat man einen grandiosen Blick auf die Harbour Bridge, die Oper und die Skyline von Sydney. In einem der Brückenpfeiler ist ein kleines Museum mit Aussichtsplattform untergebracht, in dem erklärt wird, wie die Brücke geplant und gebaut wurde. Eine absolute Meisterleistung in der damaligen Zeit (Bauzeit 1924 -1932).

Die Stadt bietet viel und vieles ist auch gut zu Fuß zu erreichen, das historische Viertel The Rocks, Central City mit seinen vielen Geschäften, die winzige Chinatown, Darling Harbour, wo ein paar historische Schiffe liegen. Sehr interessant ist auch Woolloomooloo, 1,5 km östlich des Stadtzentrums gelegen. Die ungenutzen Docks des ehemaligen Hafen- und Arbeiterviertels sind zu Nobelhotels und edlen Restaurants umgebaut. Es gibt aber in der Gegend auch noch einige einfache Pubs, wo man sehr gut essen kann.

Im Australian Museum besichtigen wir eine Ausstellung über die Aboriginees und die Bedrohung der Tierwelt Australiens. Leider ist das Museum dermaßen eisgekühlt, dass man es in Sommerkleidung (draußen hat es immerhin 30 °C) keine halbe Stunde aushält. Schade! Das Gleiche gilt auch für Geschäfte und Restaurants, ohne dicken Pulli ist ein längerer Aufenthalt dort unmöglich.

Diverse Stadtrundfahrtsbusse bringen uns auch zu den weiter entfernten Teilen der Stadt und zu den berühmten Stränden, wie Bondi Beach, der allerdings längst nicht der Schönste ist.

Abends sitzen wir dann noch am Kirribilly Quay und beobachten die riesigen Scharen von Flughunden, flying foxes, die in der Dämmerung ihre Schlafplätze im Botanischen Garten verlassen und auf Beutezug in die umliegenden Wälder der Stadt starten. Der Sonnenuntergang taucht die Harbour Bridge und die Stadt in ein magisches Licht. 

 

Nach fünf Wochen heißt es Abschied nehmen von "downunder", wir kehren zurück mit vielen wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen, wir waren begeistert von den herzlichen, fröhlichen, gelassenen Neuseeländern und Australiern und den herrlichen, abwechslungsreichen Landschaften.

Bye bye!