Greymouth ist mit ca. 8000 Einwohnern die größte Stadt der Westküste und ein Zentrum der Holz- und Landwirtschaft, bietet aber nicht viel und so fahren wir weiter Richtung Lake Brunner und zum Arthur's Pass. Kurz vor der Passhöhe übernachten wir in dem ziemlich herunter gekommenen Otira Hotel, das Abendessen ist aber reichlich und gut. Der winzige Ort ist vom Aussterben bedroht, seit der Personenzugverkehr über den Pass eingestellt wurde. Der Enkel des Hotelbetreibers führt uns durch das ganze Dorf und stellt uns die wenigen verbliebenen Einwohner vor.
Am nächsten Morgen geht es steil die letzten Kilometer zur Passhöhe hinauf, danach durch schöne Landschaft, aber mit vielen Gegenanstiegen bis zum Porters Pass. Unterwegs treffen wir einen Australier, der für ein coast to coast Rennen trainiert, laufend, radelnd, kletternd und kayakend geht es von einem Ende Neuseelands ans andere. Wir übernachten noch einmal in Springfield bevor es zurück in unser "Gefängnisquartier" in Christchurch geht.
Wir verbringen einen Großteil des Tages im herrlichen botanischen Garten der Stadt, der von vielen als Freizeit- und Picnicpark genutzt wird. Es ist mein 50. Geburtstag und so gehen wir am Abend edel essen im Curator's House am Botanischen Garten www.curatorshouse.com und genießen Akaroa Lachs mit Gemüse in Filoteig, Crema catalana, Wein, Sekt, Kaffee, alles ganz hervorragend.
Unser letzter Radltag führt uns dann noch auf die Banks Peninsula. Bis Akaroa ist es leider zu weit (84 km einfach, nicht wie im NZ-bikeline Führer hin- und zurück!), so fahren wir nur bis zum Hilltop Peak, von wo man einen sehr schönen Ausblick auf die Bucht von Akaroa hat, wenn es nicht gerade wieder schlecht Wetter wird. Im strömenden Regen gehts zurück, dann heißt es die Räder halbwegs sauber und flugfertig machen. Morgen fliegen wir für eine Woche nach Australien zu meiner Tante, dort werden wir die Räder nicht mehr auspacken, sondern bei der Gepäckaufbewahrung deponieren.
Die vier Wochen Neuseeland waren ein herrlich entspannter Radurlaub, auch wenn das wetter nicht immer mitgespielt hat, mit unheimlich vielen, sehr netten Begegnungen. Schade, dass es soweit weg ist.