Heute stehen nur 33 km an und so lassen wir den Tag gemütlich angehen mit einem ausgiebigen Frühstück im Café Hunza und rollen dann zurück nach Minapin, wo wir uns wieder im Minapin Guesthouse einquartieren. Außer uns sind noch Gäste aus Neusseland, Frankreich, Belgien, Pakistan, Australien und Deutschland da und so ergibt sich beim Abendessen eine angeregte Unterhaltung über Gott und die Welt im allgemeinen und das Reisen im besonderen.
Am nächsten Morgen steht dann der Rakaposhi (7.788 m), d.h. natürlich nur das Basislager auf ca 3.200 m auf dem Plan. Von Minapin aus führt der Weg zunächst steil bergauf, der Pfad ist manchmal etwas unklar, aber irgendwo sind immer Hirten, die einen wieder auf die richtige Spur führen. Nach ca. vier Stunden erreichen wir die Kante der Gletschermoräne und es bietet sich uns ein unvergleichliches Panorama: Diran (7,256m), der Minapin Gletscher mit seinen gewaltigen Ausmaßen und der Rakaposhi. Danach führt ein zum Teil etwas waghalsiger Weg (bei uns wäre er Drahtseil versichert) zum Tagaphari base camp, das allerdings um diese Jahreszeit bereits komplett verlassen ist. Nach einer kurzen Rast machen wir uns auf den Heimweg, damit wir es noch vor Einbruch der Dunkelheit schaffen.
Am Abend erzählt uns dann der Hotelmanager von seinen großen Plänen für den Tourismus in der Gegend. Er möchte gerne "trophy hunting" einführen. Für einen Ibex (Steinbock) würden reiche Ausländer 3.000 US$ zahlen, ein Drittel davon sollte an den Staat gehen, zwei Drittel im Dorf bleiben, allerdings müssten die Bestände sich erst einmal etwas vermehren. Ob daraus wohl etwas geworden ist?